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KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG
20. MÄRZ 2011
BERICHT
Kirchbürgerschaft stimmt der
Erhöhung des Steuerfusses zu
Die Kirchbürgerschaft der evangelischen Kirchgemeinde
Diepoldsau-Widnau-Kriessern fand sich zur Gemeindeversammlung in der
Kapelle in Widnau ein. Budget und Steuerplan wurden genehmigt und ein
neuer Synodale wurde gewählt.
Rösli Zeller
Widnau. Das Interesse an der Kirchgemeindeversammlung war mit lediglich
75 Kirchbürgerinnen und -bürgern (was 3,34 Prozent entspricht) nicht
überwältigend. Umso mehr wurde aber mitdiskutiert. Präsidentin Käthi
Witschi wies darauf hin, dass Rechnung, Budget sowie Steuerplan an der
Vorversammlung (VV) ausführlich dargestellt und kommentiert wurden. Die
Rechnung weist einen Rückschlag von 71000 Franken gegenüber dem
budgetierten von 176000 Franken aus. Ohne Diskussion und einstimmig
wurde der Rechnung zugestimmt.
Besoldung ist vorgegeben
Trotz konsequenten Sparmassnahmen und auf Grund der Rechnungen von
2009 und 2010 beantragte die KIVO eine Steuererhöhung um 2 Prozent. Wie
Präsidentin Witschi mitteilte, basiert das Budget auf einem Steuerfuss
von 25 Prozent. Fragen, weshalb die Kirchgemeinde die Steuern nicht wie
Politische Gemeinden senken könne, hat sie ebenfalls an der VV ausführlich
beantwortet. Eine zweiprozentige Steuererhöhung macht bei einem
Einkommen von 100000 Franken gerade mal 100 Franken aus. Mit zwei
Gegenstimmen wurden nach ausführlicher Information und Diskussion
Budget und Steuerplan angenommen. Einer Kirchbürgerin sind die massiv
gestiegenen Personalkosten innerhalb der letzten zehn Jahre aufgefallen.
Da sie die Kirche als eine soziale Institution betrachtet, sollte dort
als „Vorreiter“ gearbeitet werden. Kassier Lukas Kuster informierte,
dass die Besoldung vorgegeben ist und dass Pfarrpersonen gleich wie
Lehrer nach Dienstjahren besoldet werden. Da gebe es sehr wenig
Spielraum. Zudem arbeiten extrem viele Freiwillige ehrenamtlich und auch
die KIVO-Mitglieder leisten viele Arbeiten unentgeltlich. „Wir sind
laufend daran, die Sache zu überprüfen“, lautet Kusters
Feststellung.
Revidierter Plan wird öffentlich gemacht
Das an der VV ebenfalls intensiv diskutierte Balkonprojekt bei der
Pfarrwohnung in Widnau veranlasste einen Bürger zur Wortmeldung. Wie Käthi
Witschi festhielt, sind bereits Verbesserungsvorschläge gemacht worden.
Ein Treffen mit Verantwortlichen fand am Samstag statt und führt dazu,
dass das Projekt gestoppt wird, um die neuen Erkenntnisse einfliessen zu
lassen. Baufachmann Fritz Girardet wird im gleichen finanziellen Rahmen
Verbesserungen beim Projekt einplanen. Präsidentin Witschi sagt: „Der
neu ausgearbeitete Plan soll in rund einem Monat vorliegen und dann
werden wir ihn der Kirchbürgerschaft bekannt machen.“
Neuer Synodale und Blumen fürs Grab
Während zwölf Jahren setzte sich Sonja Kehl als Synodalin ein. Als
Nachfolger wurde Patrick Weder, Diepoldsau, mit grossem Applaus gewählt
und Sonja Kehl mit Blumen verabschiedet. Judith Hutter tritt aus der
KIVO zurück. Ihre sehr geschätzte Arbeit, vor allem im Zusammenhang
mit dem Religionsunterricht, würdigte Präsidentin Witschi. Diese
Vakanz gilt es bis zum nächsten Jahr zu besetzen.
Versammlungsteilnehmer Theo Keller meldete sich mit Dankes- und
Lobesworten für den grossen Einsatz der Präsidentin wie der
KIVO-Mitglieder. Eine Bürgerin äusserte den Wunsch, der Frau, von
welcher die Kirchgemeinde eine Million Franken geerbt hat, hin und
wieder Blumen aufs Grab zu stellen. Diesem Wunsche kommt die KIVO gerne
nach.

Ehre und Dank von Präsidentin Käthi Witschi (3. von
li) an: KIVO-Mitglied und Ressortverantwortlichen Finanzen und
Liegenschaften Lukas Kuster (li), er wurde im Dezember 2010 in den
Kirchenrat gewählt; Judith Hutter tritt aus der Vorsteherschaft zurück
und Patrick Weder (re) ist neuer Synodale.

Die Kirchbürgerschaft stimmt dem Budget und der
Steuererhöhung zu. Fotos: rz
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